Die Esskultur und die internationale Dimension des Unterrichtens

potato hidden treasureNationale Kultur- und Gesellschaftsverständnisse werden von der fortschreitenden Globalisierung herausgefordert. Das gilt nicht nur für die gesamte Umwelt, sondern auch für die verschiedenen Länder. Die Zusammensetzung der Bevölkerung wächst wie deren Mobilität beständig an. Das bringt neue Erfordernisse für die Instanzen der Länder mit sich, darunter auch im Bereich der Bildung.

Unter der „Integration der interkulturellen Dimension in das Unterrichten" verstehen wir, dass man alle Bereiche „öffnet", in denen man von einem nationalen, kulturellen/religiösen Selbstverständnis ausgeht, hin zu einem mehr internationalen Verständnis, indem man den Unterricht in bestimmten Fächern auch auf andere Sichtweisen bezieht.

Eine Methode dies zu tun, kann darin bestehen, die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, die sich in einem multikulturellen Klassenzimmer finden, anzuerkennen, zu schätzen und sie einzubeziehen.

Die interkulturelle und auch internationale Dimension hängen untrennbar zusammen. Deshalb sind interkulturelle Kompetenzen und die interkulturelle Bildung eine notwendige Bürde, die wir den Kindern und Jugendlichen, die sich in einer ständig internationaler werdenden Welt behaupten müssen, aufladen.

Dies ist auch eine Voraussetzung, um erfolgreich Bürger mit verschiedenen Kultur-Hintergründen in das Schulleben und das Leben der Gesellschaft integrieren zu können.

Wenn sich die internationale und kompetenzfördernde Perspektive einander mehr ergänzen, werden die Möglichkeiten der Schüler zur Entwicklung von sowohl sozialen, kulturellen als auch persönlichen Kompetenzen gestärkt.

Die internationale Dimension muss gleichermaßen die Unterrichtsinhalte der Fächer wie auch die Teilnahme an internationalen Projekten umfassen.

In diesem Zusammenhang wird die Esskultur immer eine Rolle spielen. Ausgehend von der religiösen Einstellung und den nationalen oder regionalen Einstellungen, spielt die Esskultur eine Rolle für das Selbstverständnis eines Volkes oder einer Region; aber es kann auch eine Anleitung zu Vorurteilen sein.

In der Kaiserslauterner Schule „Auf dem Fischerrück" haben die Schüler der 4. Klasse mit Kartoffeln gearbeitet und davon profitiert. Seitdem stellen sie auch verschiedene Kartoffelgerichte her.

Die Kenntnis von der Kartoffel und ihrer Geschichte kann der Ansporn sein, sich mit ihr und dem eigenen Kulturbegriff, wie auch mit anderen Kulturen, zu beschäftigen.

Die Kartoffelpflanze ist ein Beispiel für eine Konsumpflanze, die zusammen mit den Tomaten, dem Mais, dem Chili und vielen anderen Pflanzen während der Neuzeit in die „Alte Welt" eingewandert sind und die Esskultur an vielen Orten geprägt hat.